Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung der Software-as-a-Service-Plattform ImmoMgmt (nachfolgend „Dienst“). Vertragspartner und Anbieter ist die REVITA Immobilien GmbH (nachfolgend „Anbieter“). Der Dienst richtet sich an private Vermieterinnen und Vermieter als Verbraucher im Sinne des § 13 BGB. Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung dieser AGB.
2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
Der Anbieter stellt den Dienst als internetbasierte Anwendung zur Verwaltung von Immobilien, Mietverhältnissen, Belegen, Dokumenten und zugehörigen Prozessen bereit. Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif und der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung.
Der Dienst ist ein Werkzeug, das Vermieterinnen und Vermieter bei der Organisation ihrer Verwaltung unterstützt und hilft, den Überblick zu behalten. Der Dienst ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder sonstige fachkundige Beratung. Für rechtsverbindliche Entscheidungen sind eigene Prüfung bzw. fachkundiger Rat maßgeblich.
3. Vertragsschluss und Registrierung
Mit der Registrierung eines Kontos bzw. der Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs gibt die Nutzerin oder der Nutzer ein Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrages ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kontos bzw. der Bestätigung des gewählten Tarifs durch den Anbieter zustande. Voraussetzung ist die Angabe zutreffender Daten und die Volljährigkeit der Nutzerin oder des Nutzers.
4. Preise, Zahlung und Fälligkeit
Es gelten die Preise der zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Preisübersicht. Sämtliche Preise sind Bruttopreise und verstehen sich als Gesamtpreise inklusive der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer. Entgelte für kostenpflichtige Tarife sind im Voraus für den jeweiligen monatlichen Abrechnungszeitraum fällig.
Für private Vermieterinnen und Vermieter (B2C) beträgt das monatliche Entgelt 4,99 € und umfasst die Verwaltung von bis zu fünf Einheiten; für jede weitere Einheit ab der sechsten fallen zusätzlich 1,49 € pro Monat an.
Vor dem Abschluss eines kostenpflichtigen Tarifs kann der Dienst einmalig für einen kostenlosen Testzeitraum von 28 Tagen mit vollem Funktionsumfang und ohne Zahlungspflicht genutzt werden. Nach Ablauf des Testzeitraums setzt sich die Nutzung nur mit einem kostenpflichtigen Tarif fort; ohne Buchung eines kostenpflichtigen Tarifs endet der Zugang. Eine dauerhaft kostenlose Nutzung des Dienstes besteht nicht.
5. KI-Funktionen und eigener KI-Zugang (Bring Your Own Key)
Der Dienst kann optionale KI-gestützte Funktionen bereitstellen, etwa zur Auslesung und Vorstrukturierung von Belegen. Diese Funktionen setzen voraus, dass die Nutzerin oder der Nutzer einen eigenen Zugang zu einem KI-Anbieter (beispielsweise Anthropic oder OpenAI) bereitstellt und den zugehörigen API-Schlüssel im Konto hinterlegt („Bring Your Own Key“). Der Anbieter betreibt zu diesem Zweck kein eigenes KI-Modell, sondern übermittelt die zur Verarbeitung erforderlichen Inhalte im Auftrag der Nutzerin oder des Nutzers an den von ihr oder ihm gewählten KI-Anbieter.
Das Vertragsverhältnis zu dem gewählten KI-Anbieter sowie die dort anfallenden Nutzungskosten bestehen unmittelbar zwischen der Nutzerin oder dem Nutzer und diesem KI-Anbieter. Für die Verfügbarkeit, Leistungsänderungen, Preisgestaltung sowie etwaige Ausfälle oder Kosten des vom Kunden gewählten KI-Anbieters ist der Anbieter nicht einstandspflichtig. Der hinterlegte API-Schlüssel wird ausschließlich verschlüsselt gespeichert und nicht im Klartext angezeigt.
Ohne hinterlegten eigenen KI-Zugang stehen die KI-gestützten Funktionen nicht zur Verfügung; die übrigen Funktionen des Dienstes bleiben hiervon unberührt.
6. Vertragslaufzeit und Kündigung
Kostenpflichtige Tarife werden ohne Mindestlaufzeit geschlossen und sind jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats ordentlich kündbar. Wird ausnahmsweise eine Laufzeit vereinbart, verlängert sie sich nur auf unbestimmte Zeit und ist mit einer Frist von einem Monat kündbar (§ 309 Nr. 9 BGB).
Die Kündigung ist über das Nutzerkonto oder in Textform (z. B. per E-Mail) möglich. Für die Kündigung kostenpflichtiger Dauerverträge steht eine leicht auffindbare Kündigungsschaltfläche gemäß § 312k BGB zur Verfügung. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt. Ein laufender Testzeitraum kann jederzeit ohne weitere Zahlungspflicht beendet werden.
7. Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbraucherinnen und Verbrauchern steht ein gesetzliches Widerrufsrecht von vierzehn Tagen zu. Die Einzelheiten, die Bedingungen und die Folgen ergeben sich aus der gesonderten Widerrufsbelehrung, die auch ein Muster-Widerrufsformular enthält.
Da der Dienst als digitale Dienstleistung unmittelbar nach dem Vertragsschluss genutzt werden kann, bittet der Anbieter vor Beginn der Nutzung um die ausdrückliche Zustimmung, dass mit der Erbringung der Leistung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, verbunden mit der Bestätigung der Kenntnis, dass das Widerrufsrecht dabei nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften (§ 356 BGB) erlischt. Ohne diese Zustimmung bleibt das Widerrufsrecht unberührt; ein pauschaler Ausschluss erfolgt nicht.
8. Pflichten und Nutzungsrechte der Nutzer
Nutzerinnen und Nutzer sind für die Richtigkeit der von ihnen eingestellten Daten und für die rechtmäßige Nutzung des Dienstes verantwortlich. Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen. Der Anbieter räumt für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht zur bestimmungsgemäßen Nutzung des Dienstes ein.
9. Verfügbarkeit, Wartung und Änderungen des Dienstes
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schuldet jedoch keine ununterbrochene Erreichbarkeit. Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen und funktionale Änderungen sind zulässig, soweit der vertragsgemäße Kernnutzen erhalten bleibt. Über wesentliche Änderungen wird in angemessener Weise informiert.
10. Gewährleistung und Aktualisierungen
Es gelten die gesetzlichen Vorschriften über die Rechte bei Mängeln, für die entgeltlich bereitgestellten digitalen Dienste insbesondere die §§ 327 ff. BGB.
Der Anbieter stellt während der Vertragslaufzeit die Aktualisierungen bereit, die erforderlich sind, damit der Dienst vertragsgemäß bleibt, einschließlich erforderlicher Sicherheitsupdates (§ 327f BGB).
11. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) und der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach dem Produkthaftungsgesetz, bleibt unberührt.
12. Datenschutz, Datensicherung und Datenexport
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Nutzerinnen und Nutzer sind für die Sicherung der von ihnen eingestellten Inhalte selbst mitverantwortlich. Vor Beendigung des Vertrages besteht die Möglichkeit, die eigenen Daten in einem gängigen Format zu exportieren.
13. Änderungen dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn ein sachlicher Grund vorliegt (insbesondere Änderung der Rechtslage, höchstrichterliche Rechtsprechung oder Änderung des Leistungsangebots) und die Nutzerin oder der Nutzer hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Die Hauptleistungspflichten und die Preise werden von dieser Änderungsbefugnis nicht erfasst.
Über Änderungen wird mindestens sechs Wochen vor deren Wirksamwerden in Textform informiert. Widerspricht die Nutzerin oder der Nutzer nicht innerhalb von sechs Wochen ab Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als angenommen; auf das Widerspruchsrecht und diese Folge wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Falle des Widerspruchs besteht ein Kündigungsrecht zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung.
14. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem die Verbraucherin oder der Verbraucher ihren bzw. seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. Der Anbieter ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle nicht verpflichtet und nimmt hieran nicht teil; die frühere Europäische Online-Streitbeilegungsplattform wurde zum 20. Juli 2025 eingestellt. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.